Streit um Wildschaden: Versicherer leistet nach DNA-Analyse nicht

Kommt es in Folge einer Kollision mit einem Eichhörnchen zu einem Fahrzeugschaden, so ist ein Teilkaskoversicherer in der Regel nicht zur Leistung verpflichtet. Das hat das Landgericht Coburg entschieden.

Eine Versicherte war mit einem Tier kollidiert und wollte den Schaden von ihrem Versicherer ersetzt haben. Das beklagte Versicherungsunternehmen gab ein Gutachten in Auftrag, um zu klären, mit welcher Art von Tier die Klägerin kollidiert war. Denn ist nichts Anderes vereinbart, so besteht im Rahmen einer Teilkaskoversicherung Versicherungsschutz beim
Zusammenstoß des in Fahrt befindlichen Fahrzeugs mit Haarwild im Sinne von § 2 Absatz 1 Nummer 1 BJagdG (Bundesjagdgesetz). Versichert sind außerdem Zusammenstöße mit einem Bär, Marderhund, Waschbär und mit einem Wolf, so das Gericht.

Der beauftragte Gutachter kam nach einer DNA-Analyse sichergestellter Tierhaare zu dem Schluss, dass die Versicherte mit einem Eichhörnchen zusammengestoßen war. Da die kleinen Tierchen jedoch eben nicht in der genannten Klausel aufgeführt sind, gab es auch keine Leistung von der Versicherung.

Was sich wie ein Aprilscherz anhört, kann z.B. auch beim Zusammenstoß mit Vögeln passieren, wenn Ihre KFZ-Versicherung nur die Minimalanforderungen erfüllt.

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