Berufsunfähigkeit für junge Leute – Finanztest „testet“ wieder

Sie haben es wieder getan: Der neueste Vergleich von Berufsunfähigkeitspolicen zielt auf Azubis und Studenten ab. Mehr als eine bloße Aufzählung von Tarifen für einen kleinen Teil dieser Gruppen ist dabei nicht herausgekommen.Die Absicherung der Arbeitskraft gehört zu den wichtigsten Dingen, die man über eine Versicherung absichern sollte. Diese Meinung ist eindeutig und wird auch von Finanztest vertreten. Der wichtigste Faktor bei der Auswahl sind die Bedingungen. Die Versicherer zu bitten, den jeweils besten Tarif anzubieten, reicht dabei jedoch bei weitem nicht aus. Denn wer die Bedingungen fachmännisch vergleicht weiß, dass auch dann noch viel zu viele unbrauchbare Tarife übrig bleiben.

Nach eigenen Angaben wurden alle in Deutschland zugelassenen Versicherer um ein Angebot gebeten, also knappe 100 Unternehmen. Wie daraus eine Tabelle mit 25 Angeboten geworden ist, bleibt ungeklärt!
Außerdem heißt es: „Die Versicherer sollten bei besten Bedingungen das preiswerteste Angebot einreichen.“ Soweit, so gut. Jedoch zeigt jeder Vergleich der Bedingungen, auch die bisherigen Vergleiche von Finanztest, enorme Unterschiede, die darüber entscheiden können, ob BU-Leistungen fällig werden, oder nicht. Da es hier gerade um junge Leute am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn geht, reden wir hier von einigen 100.000 €, die jeder im Laufe seines Berufslebens verdient!

Berücksichtigt werden Studenten der Betriebswirtschaft sowie auszubildende Einzelhandelskaufleute. Andere Berufe, für die die Absicherung noch wichtiger, aber auch wesentlich teurer ist, gehen informationstechnisch leer aus. Als Beispiel haben gerade Azubis im handwerklichen Bereich oder Studenten in Fachrichtung Kunst oder Medizin ganz andere Schwierigkeiten, einen passenden BU-Tarif zu finden.

Gesondert behandelt werden die Einsteigertarife, bei denen der Beitrag für die ersten Jahre reduziert wird. Wenn gerade in der Ausbildung bzw. Studium das Geld knapp ist kann man sich damit trotzdem den vollen Schutz leisten. Dafür sind die Beiträge nach den Anfangsjahren höher als im regulären Tarif. Die genauen Bedingungen hängen vom jeweiligen Tarifwerk ab, auch hier gibt es bessere und schlechtere Varianten. Im Einzelfall muss geprüft werden, ob so ein Vertrag in Frage kommt.

Fazit: Mit den Infos aus dem Bericht ist man nicht viel weiter. Einfacher ist es, sich an einen Versicherungsmakler zu wenden. In aller Regel wird er wie ein Vertreter aus Provisionen bezahlt und kostet demnach nichts extra. Finanztest weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man darauf achten solle, dass der Versicherungsmakler „wirklich alle Anbieter vermittelt“.

Mehr zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung und zu den Unterschieden zwischen Versicherungsmaklern und Versicherungsvertretern.

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Autor: am .

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