BU-Versicherung: Und sie zahlen doch!

Eine neue Studie des unabhängigen Analysehauses Franke & Bornberg zeigt, wie oft Leistungsanträge aus Berufsunfähigkeitsversicherungen wirklich abgelehnt werden. Die Versicherer kommen dabei längst nicht so schlecht weg, wie häufig dargestellt.

Franke & Bornberg, eines der renommiertesten Unternehmen für die Analyse und Bewertung von Versicherungen und deren Tarife, beschäftigt sich seit Jahren auch mit dem Thema Berufsunfähigkeit. Dabei wurde jetzt die Regulierungspraxis der Versicherer unter die Lupe genommen. Zwar stellten sich insgesamt nur sieben Versicherer der Prüfung, auf diese entfallen aber über 50 % der Leistungsanträge, die im Untersuchungszeitraum 2012 eingereicht wurden. Hier geht es um etwa 22.400 Fälle, die die untersuchten Versicherer zu bearbeiten hatten.

Dabei wurde mit 5.600 Fällen gerade einmal ein Viertel abgelehnt. In weiteren 3.600 Fällen waren die Ansprüche nur vorsorglich angemeldet und von den Versicherten dann nicht weiter verfolgt worden.

Wenn ein Fall abgelehnt wurde, lag das zumeist daran, dass entweder die Arbeitskraft nicht um die meist erforderlichen 50 % eingeschränkt war oder der Versicherer eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung feststellen musste. Zu deutsch: Die Gesundheitsfragen waren – bewusst oder unbewusst – falsch beantwortet. Diese Fälle machten 38 % bzw. 31 % der Ablehnungen aus.

Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer einer Anerkennung lag bei 160 Tagen und die einer Ablehnung bei 140 Tagen. Die Versicherer beschäftigen sich also mit einer Ablehnung fast genauso lange, es kann also nicht die Rede davon sein, dass erstmal pauschal alles abgelehnt würde.
Die Bearbeitungsdauer hat sich in den vergangenen Jahren außerdem kontinuierlich verkürzt. Trotzdem sollte man schon bei Vertragsabschluss wissen, wie man diese Zeit finanziell überbrückt. Hierfür sollte bestenfalls schon der Vertrag selbst eine Lösung bieten.

Die Pressemitteilung mit weiteren Details zur Studie ist unter http://www.franke-bornberg.de/aktuelles-und-presse/fb-news/ abrufbar.

Es ist durchaus möglich, dass diese Quoten bei anderen Versicherern schlechter aussehen und diese möglicherweise sogar deswegen nicht an der Studie teilnehmen wollten. Fakt ist jedoch, dass man deswegen nicht auf den wichtigen Schutz verzichten darf. Entscheidend ist die richtige Auswahl des Versicherers bei der nur Versicherungsmakler und Versicherungsberater helfen können. Nur hier erhalten Sie einen Rat, für den der Berater immer persönlich voll haftet! Hilfreich ist auch ein möglichst aktuelles Bedingungswerk, denn diese haben sich in den letzten Jahren zum Wohle der Verbraucher weiterentwickelt.

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